Haftung eines Übernehmers bei Fortführung eines insolventen Unternehmens

In Insolvenzverfahren ist es eine weit verbreitete Praxis, dass das Anlagevermögen oder die Kunden einer insolventen Firma übernommen werden bzw. der Geschäftsbetrieb über eine andere Firma faktisch fortgeführt wird. Gläubiger haben in vielen Fällen den berechtigten Eindruck, es werde munter über eine neue Firma oder über einen Dritten “so weitergemacht wie bisher” – nur: ohne Schulden.

In diesen Fällen kann sich für die Gläubiger, die wegen der Insolvenz mit ihren Forderungen ausgefallen sind, eine Möglichkeit ergeben, doch noch an ihr Geld zu kommen: Denn nach § 25 HGB haftet das den Geschäftsbetrieb fortführende Unternehmen für deren Schulden.

Dieses Haftungsrisiko besteht dann nicht, wenn das Handelsgeschäft – etwa im Wege des sog. Asset-Deals – vom Insolvenzverwalter erworben wird. Bei einem Übernahmeinteresse ist es also für Unternehmer ratsam, mit dem Verwalter zu verhandeln, sich aber jedenfalls von einem unabhängigen hier erfahrenen Rechtsanwalt beraten zu lassen ...

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