2 Jahre 10 Monate Haft für "Beziehungstat ohne Beziehung"

Als "Beziehungstat ohne Beziehung" hat Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen das bezeichnet, was einem 45-Jährigen aus dem Kreis Aschaffenburg jetzt eine Freiheitstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten eingebracht hat. Weil er bei einer 38-jährigen Frau aus Frammersbach (Main-Spessart-Kreis) nicht landen konnte, setzte der Mann heimtückisch zwei Kubikmeter Feuerholz im Keller des Wohnhauses seiner Angebeteten in Brand. Das Schwurgericht in Würzburg verurteilte ihn am Donnerstag wegen versuchter schwerer Brandstiftung "Beziehungstat ohne Beziehung" deshalb, weil die Frau in einem Zeitraum von drei Jahren nicht einmal bemerkte, dass der Angeklagte sich für sie interessierte. "Er hat nie gelernt, soziale Kontakte auszuüben", so Raufeisen, der sich dabei auf die Erkenntnisse des psychiatrischen Sachverständigen Dr. Jörg Groß stützte: Der hatte bei der Untersuchung des Lagerarbeiters zwar intellektuelle Defizite und Probleme im Sozialverhalten festgestellt. Trotzdem sei der 45-Jährige bei der gefährlichen Tat voll schuldfähig gewesen, so Groß. Der Frust darüber, dass die Frau nicht in der von ihm erhofften Weise auf seine zahlreichen Gefälligkeiten reagierte, entlud sich bei dem Angeklagten zunächst in einer Serie von Sachbeschädigungen an Haus und Auto der Frau. Der Mann betrieb "tätliche Kommunikation", sagte Raufeisen. Zwei Tage nach einem kurzen Streitgespräch am 5 ...Zum vollständigen Artikel


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