Castor-Zwischenlagerung: Traue nur den Statistiken, die Du selbst gefälscht hast!

© Thommy Weiss / pixelio.de

Der Satz wird im Allgemeinen dem britischen Politiker Winston Churchill zugeschrieben, doch ist dies nicht belegbar (Liste geflügelter Worte/T – Wikipedia) – und eigentlich ist das auch egal. Tatsache ist jedenfalls, dass ich mich bei dem derzeitigen Verhalten der deutschen Strahlenschutzbehörden und einiger niedersächsischer Politiker sofort an diesen Satz gedacht habe.

Erinnern wir uns: vor einigen Wochen tauchten ja plötzlich interne Papiere aus Ministerien und Behörden auf, nach denen die Castoren im Zwischenlager in Gorleben so stark strahlen, dass die Jahresgrenzwerte überschritten würden – und deswegen weitere Transporte nicht durchgeführt werden könnten; als Lösung überlegte man sich – Allen Ernstes – die Castoren in der Hall ein wenig von links nach recht szu schieben, um damit die Strahlung an bestimmten Messpunkten verringern zu können (Strahlung in Gorleben: Dann stellen wir doch einfach die Castoren woanders hin… « Rechtsanwaltssozietät Scherer & Körbes).

Das Thema Lagersortierung scheint noch nicht vom Tisch zu sein, aber jetzt ist man auf eine andere Idee gekommen: so lange messen, bis die Werte endlich richtig sind.

Das glauben Sie nicht in Erinnerung an den Reaktorunfall in Japan? Doch, so ist es aber, denn die Zeitungen melden, dass man im niedersächsischen Umweltministerium in Hannover schon frohlockt: Die Chancen für einen Castor-Transport ins Wendland auch in diesem Jahre seien wieder gestiegen, denn nach neuen Messungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) liege die Gesamtstrahlung am Atommüllzwischenlager Gorleben mit 0,212 Millisievert (mSv) deutlich unter dem zugelassenen Jahresgrenzwert von 0,3 mSv ...

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