Mobilfunkanbieter muss bei Prepaid-Verträgen Kostenkontrolle auch ermöglichen

Wie die Kanzlei Hollweck (inkl. Urteil als pdf-Download) berichtet, wurde die Rechnung eines Mobilfunkanbieters gegenüber einem Kunden vom Landgericht Berlin (Urteil vom 18.07.2011, Az. 38 O 350/10) von 15.000,00 Euro auf 10,00 Euro reduziert.

Der Kunde hatte einen Prepaidvertrag geschlossen, um bei seinem Handy eine Kostenkontrolle zu haben. Im Internet hatte er jedoch “automatisch wiederaufladen” als Option angegeben, so dass er nach Aufbrauchen seines Guthabens in Höhe von 10,00 Euro dann dieses Guthaben erneut aufstocken und weitertelefonieren konnte. Er bekam dann vom Anbieter eine Rechnung von rund 15.000,00 Euro, sein Handy wurde gesperrt. Grund: Er habe im Internet gesurft, dadurch seien die Kosten entstanden. Im Prozeß konnte der Mobilfunkanbieter dies auch nachweisen, dass eine Nutzung so erfolgt sei.

Allerdings stellte das Landgericht Berlin auch fest:

“Die Auslegung des zwischen den Parteien geschlossenen Vertrages ergibt, dass zwischen den Parteien vereinbart wurde, dass Gespräche nur nach Vorleistung durch Aufladung über das Guthabenkonto oder einmalig (vor erneuter aktiver Wiederaufladung) in Höhe von 10,- € abgerechnet werden dürfen.”

Diese Auslegung ergebe aber nicht, dass der Mobilfunkanbieter dann jederzeit weiter abbuchen könne bzw ...

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