Breno und die bayerischen Freiheitskämpfer

Wegen des dringenden Tatverdachts einer schweren Brandstiftung wurde der Münchener Fußball-Profi Breno am Samstag verhaftet, da gegen ihn die Untersuchungshaft angeordnet wurde.

Während ich ja Berufskritiker von Staatsanwaltschaften und Gerichten bin, habe ich nun völlig überraschend auch Ulrich Hoeneß auf dieser kritischen Seite, der sogleich mit völligem Unverständnis und in gewohnter Manier umherpoltert und der Staatsanwaltschaft Unverhältnismäßigkeit vorwirft. Das stünde alles in keinem Verhältnis und außerdem sei Brenos Pass bei dem Brand vernichtet würde. Ohne Pass könne man ja wohl nicht fliehen. Schon klar.

Ich lade Herrn Hoeneß gerne mal ein, eine Woche mit mir in Akten zu stöbern und Haftanstalten aufzusuchen. Er wird sich wundern, für welche Dinge man noch so einfahren kann, bevor einem der Prozeß gemacht wird. Da reicht auch mal der Diebstahl von Rasierklingen oder ein ebay-Betrug, wenn man nur genügend weit unten in der Gesellschaft steht. Dann muss man nicht erst ein Haus anzünden, um die Gefängnismauern von innen zu sehen.

Den Breno-Fall selbst kenne ich nicht. Was “man so hört” klingt nach einer traurigen Geschichte für einen 21-Jährigen, der möglicherweise eine schwere persönlichen Krise durchlitten hat ...

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