4A_99/2011: Rentengarantie im Arbeitsvertrag

Mit Entscheid 4A_99/2011 vom 4. Juli 2011 hatte das Bundesgericht über die Bedeutung einer Rentengarantie in einem Arbeitsvertrag zu entscheiden. Im Arbeitsvertag von A. mit der X. Switzerland GmbH war unter Ziffer 7.6 festgehalten, dass der Arbeitgeber bei einer Frühpensionierung dem Arbeitnehmer eine jährliche Rente von 45% des jährlichen Einkommens garantiert. Mit Hinblick auf das Erreichen des 60. Altersjahrs kündigte A. mit Frühpensionierung per 31. Mai 2006. A. verzichtete auf eine Rente und liess sich seine Altersleistungen von der Personalvorsorge X. kapitalisiert ausbezahlen. Mit Beschwerde beantragte A. von der X. Switzerland GmbH für die Erfüllung der Rentengarantieklausel in Ziffer 7.6 seines Arbeitsvertrages eine jährliche Rentenzahlung bis zu seinem Tode. Sowohl das Bezirksgericht als auch das Obergericht wiesen die Beschwerde ab, weshalb A. beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhob. Diese wies das Bundesgericht ab, sofern es überhaupt darauf eintrat ab. Da es zwischen den Parteien strittig war, ob es sich bei der Rentengarantie um eine Kapitaldeckungsverpflichtung handelte, wie dies A. annahm oder nicht, führte das Bundesgericht eine Vertragsauslegung durch und sagte folgendes: Da A. seine Altersleistungen von den Vorsorgeeinrichtungen nicht als Rente, sondern als einmalige Kapitalleistung bezogen hatte, war zu prüfen, ob damit eine jährliche Rente von 45% des Einkommens erzielt werden konnte. Wäre ein höherer Betrag notwendig gewesen, hätte die X. Switzerland GmbH die Differenz bezahlen müssen, um ihrer Garantieverpflichtung nachzukommen.
Dazu führte die Vorinstanz aus, der Wortlaut der Vereinbarung, in der von "pension" (Pension/Ruhegehalt/Altersrente) die Rede sei, liefere keine Anhaltspunkte für die Berechnungsweise der Rentengarantie, so dass wiederum eine objektivierte Vertragsauslegung zu greifen habe ...
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