Immobilienkaufverträge übersetzen

Ein Feld unserer Tätigkeit ist die Überprüfung von Immobilienkaufverträgen oder Bauträgerverträgen über Häuser oder Wohnungen. Unisono wird der Auftrag mit dem Satz: “Was da drin steht ist Chinesisch für mich” und der Präzisierung “Hat das alles so seine Richtigkeit, oder werde ich über den Tisch gezogen?” erteilt.

Das Immobiliarsachenrecht zählt auch unter der Masse der Juristen zu den eher ungeliebten Rechtsgebieten. Zeit zumindest einige Grundlagen zu erläutern.

1. Kaufverträge über Bestandimmobilien

Der übliche Kaufvertrag über eine bereits errichtete Immobilie sieht so aus:

Vertragsanfang

Im Kopf des Vertrages erfolgt die Benennung von Käufer und Verkäufer (unter Vorlage der Ausweise) sowie die Versicherung der fehlenden Vorbefassung im Sinne von § 3 Beurk

Teil 1 – Vertragsgegenstand

Im ersten Teil wird der Vertragsgegenstand genauer bezeichnet. Dabei wird jedoch nicht die Adresse angegeben (etwa Haus, Schelmenstrasse 3 in 12345 Idiotenbüttel) sondern die Grundruchbezeichnung des Grundstücks und evtl. des zugeordneten Sondereigetums (im Falle einer WEG). Dann steht dort etwa:

“Grundbuch von Idiotenbüttel (Amtsgericht Ignorantenhausen) Blatt 12

Lfd Nr. 1 Flur 10 Flurstück 12/20 Hof- und Gebäudefläche, Schelmenstrasse 3 zur Größe von 200 m2″

Soweit dem Grundstück auch Wegerechte dinglich zugeordnet sind, müssen diesen ebenfalls aufgeführt werden. Das sieht dann so aus:

“2/zu 1 Wegerecht an dem Grundstück Flur 10 Flurstück 12/21 (Bezirk 1 Blatt 14 Abt II Nr 1″

Mittels dieser Angaben wird das Kaufobjekt klar definiert, da nur das Grundbuch eindeutig das Eigentum zuordnen kann.

Das Wegerecht muss dabei ausdrücklich mit enthalten sein. Oftmals kann das zu erwerbende Grundstück nur dadurch erreicht werden, dass man das Grundstück eines andere überquert ...

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