Der Europäische Gerichtshof zu Markennamen in AdWords

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 22.09.2011 (C-323/09) über die Verwendung von Marken als sogenannte AdWords entschieden.

Das Werbeprogramm „AdWords“ von Google gestaltet sich so:

Internetanbieter können über das Programm „AdWords“ für Ihre Werbeanzeigen Schlagwörter bzw. Keywords eingeben, bei deren Eingabe dann die in Auftrag gegebene Webeanzeige erscheint. Kunden wurden in der Vergangenheit sehr gerne mit Markennamen der Konkurrenz geködert. Insbesondere sehr bekannte Marken wurden gerne genommen. So kann beispielsweise ein Getränkehersteller das Zeichen „Coca Cola“ als AdWord eingeben, und seine Werbeanzeige erscheint sehr viel häufiger, als wenn er nur herkömmliche Begriffe verwendet hätte. Für den Markeninhaber kann dies allerdings eine Schwächung bzw. Verwässerung seiner Marke bedeuten, da Mitbewerber den hohen Bekanntheitsgrad der Marke für sich ausnutzen und Kunden annehmen könnten, dass das Unternehmen, welches die AdWords-Werbung geschaltet hat, und das Unternehmen, dessen Marke als AdWord verwendet wurde, miteinander verbunden seien.

Es war also nur ein Frage der Zeit, bis die AdWords-Werbung dem höchsten europäischen Gericht zur Entscheidung vorgelegt wird ...

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