Urteil im Parkplatzmord-Prozess

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Marco S. muss lebenslang in Haft

Als Richter Wilfried Knieriem das Urteil für Marco S. verkündet, drücken die Eheleute R. ihre Hände aneinander. Lebenslang muss der Angeklagte, der Mörder ihrer Tochter Michaela, hinter Gittern. Das bedeutet mindestens 15 Jahre Gefängnis.

Weil die Schwurgerichtskammer der Landgerichts Braunschweig die besondere Schwere der Schuld festgestellt hat, ist für Marco S. die Chance auf Strafaussetzung zur Bewährung nach 15 Jahren gering. Womöglich wird er ein Fall für die Sicherungsverfahrung. Darüber werden die Richter zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Grund: Die diesbezüglichen Bestimmungen des deutschen Strafgesetzes müssen als Folge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte neu geregelt werden.

"Für sie ist nicht jeglicher Weg in die Freiheit abgeschnitten", sagt Knieriem zu Marco S., der regungslos zuhört und vor sich ins Leere starrt. "Sie haben eine gewisse Chance, aber dafür müssten sie hart an sich arbeiten."

Eine Stunde dauert die Verlesung der Urteilsbegründung ...

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