In besonders krasser Weise gegen Lenkzeiten verstoßen

Auch in der zweiten Instanz ist ein pensionierter Lokführer aus Rheinland-Pfalz nicht vom Vorwurf der vorsätzlichen Gefährdung des Bahnverkehrs und zweifachen fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen worden. Nach vier mühsamen Verhandlungstagen sah es die Berufungskammer des Würzburger Landgerichts als erwiesen an, dass der heute 67-Jährige in den frühen Morgenstunden des 30. März 2006 auf einer Rangierlok eingeschlafen ist und so bei Veitshöchheim einen Zusammenstoß mit einem Güterzug verursacht hat.

Geschlafen habe er auf keinen Fall, betonten der 67-Jährige und sein Verteidiger immer wieder. Die Tatsache, dass er zum Zeitpunkt des Unfalls seit gut 20 Stunden ohne richtige Pause auf der Lok war, versuchte der Angeklagte mit immer neuen Ausreden zu widerlegen. Erst waren es Lackausdünstungen, später giftige Abgase der Diesellok, die nach den Ausführungen des Verteidigers zu einer so genannten „Synkope“ - eine plötzlich auftretende Bewusstlosigkeit – geführt haben sollen. „Dafür kann er nichts“, betonte der Anwalt immer wieder und stellte einen vergeblichen Beweisantrag nach dem anderen, um seine gewagten Theorien zu untermauern ...

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