Die Bonbon-Tüte des Vaters

Die Vaterschaftsanfechtung durch die Verwaltungsbehörde setzt voraus, dass zwischen dem Kind und dem Anerkennenden keine sozialfamiliäre Beziehung besteht oder bestanden hat (§ 1605 I Nr. 5, II BGB, zur möglichen Verfassungswidrigkeit der Behördenanfechtung siehe hier).

Die Beweislast trägt die Verwaltungsbehörde. Die Richter des OLG Brandenburg konnte die Behörde nicht überzeugen, denn:

Neben den vorstehend angeführten Aspekten ist aus Sicht des Senates entscheidend für die Annahme einer hier gewachsenen sozial-familiären Beziehung zwischen den Antragsgegnern die Tatsache, wie sich Vater und Tochter am 9. Juni 2011 begegnet sind. Nachdem das Kind in den Sitzungssaal und eine für E. sicherlich sehr befremdliche Situation gebracht worden ist, hat es - ohne Weiteres nachvollziehbar - zunächst auf dem Schoß der Mutter Platz genommen. E. war zunächst auch für eine Ansprache der Vorsitzenden nicht erreichbar ...

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