BKA und BaFin bekämpfen gemeinsam Geldwäsche

Elftausend Verdachtsanzeigen auf Geldwäsche hat das Bundeskriminalamt allein im Jahr 2010 erhalten. Das entspricht einem Anstieg um mehr als 20 Prozent. Jede zweite Verdachtsmeldung stellte sich als berechtigt heraus. Allerdings hatte nur ein Prozent aller Meldungen einen terroristischen Hintergrund. „Wer sein Bankkonto Fremden zur Verfügung stellt, damit diese dann Gelder aus kriminellen Geschäften über das Konto weiterleiten können, den kriegen wir definitiv“, stellt Michael Sell mit Hinweis auf seine Erfolgsstatistik fest. Sell ist Exekutivdirektor der Bankenaufsicht (BaFin) in Deutschland. Zusammen mit dem Bundeskriminalamt arbeitet seine Behörde daran, die Möglichkeiten zur Geldwäsche weiter zu reduzieren. „Den Kampf werden wir verstärken“ kündigte der BaFin-Direktor zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke vor der Presse in Frankfurt/Main an. Über die Geldwäsche-Helfer in Deutschland will man vor allem auch an die eigentlichen Drahtzieher gelangen. Die sitzen meist irgendwo in der Welt und stecken ihre illegal erworbenen Gelder in fiktive Alltagsgeschäfte. Damit erhalten die Gelder den Anschein, legal zu sein. Für derartige Operationen werden fremde, unauffällige Konten benötigt. Den Konteninhabern werden für die Mitwirkung an dieser Geldwäsche oft zwischen 5 und 20 Prozent Provision versprochen ...

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