884 Millionen Dollar – Schadensersatz durch Ähnlichkeit mit einem Star?

Der Gedanke, in seinem Persönlichkeitsrecht allein aufgrund der Ähnlichkeit des eigenen, äußeren Erscheinungsbildes mit einem Prominenten und daraus folgender Verwechslungen, verletzt zu sein, erscheint absurd.

Nicht so in den USA, wo sich jedem Einzelnen ja bekanntlich unbegrenzte Möglichkeiten und damit offensichtlich auch unbegrenzte Gedankenspiele eröffnen.

Ein gewisser Allen Ray Heckard hatte schon immer eine gewisse Ähnlichkeit mit Basketball-Superstar Michael Jordan.

Aufgrund dieser Ähnlichkeit und den damit einhergehenden Verwechslungen fühlte sich Heckard im Jahre 2006 tatsächlich in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt – und zwar durch Michael Jordan höchstpersönlich, der ja schließlich für den Verwechslungs-Rummel um seine Person verantwortlich war. So weit so witzig.

Da das Schadensersatzsystem der USA mit seinen „punitive damages“ aber in vielen Fällen zu Schadensersatzzahlungen führt, von denen man in Deutschland nur träumen kann und die schon einige Amerikaner in einem gefühlt unverhältnismäßigen Ausmaß zu sehr wohlhabenden Mitbürgern gemacht haben, verklagte Heckard nicht nur Jordan selbst, sondern auch gleich seinen Sponsor Nike ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK