Autounfall durch Eifersuchtdrama

Das Begehren eines Autofahrers auf Schadensersatz wegen eines eifersuchtbedingten Autounfalls hat das OLG Saarbrücken mit Beschluss vom 19. August 2011 abgewiesen (8 W 182/11-28, 8 W 182/11).

Autounfall durch Diskussion

Der Exfreund ließ daraufhin von dem Autofahrer ab. Trotzdem war der Autofahrer offenbar so in Panik, dass er noch weitere 40 Meter rückwärts fuhr, mit seinem Auto einen parkenden Pkw streifte und anschließend gegen einen Baum prallte. Bei dem Autounfall wurde das Auto erheblich beschädigt und der Autofahrer erlitt leichte Verletzungen.

Wer hat den Autounfall verschuldet?

Der Autofahrer war der Ansicht, der Exfreund habe den Autounfall vollumfänglich verschuldet. Der Autofahrer machte geltend, es sei zu Recht in Panik geraten. Der Exfreund habe sich derartig wild gebärdet, dass er alles daran hätte setzen musste, zu fliehen.

Das Oberlandesgericht war da anderer Meinung. Es sei zwar richtig, dass das Verhalten des Exfreundes ursächlich für den Schaden gewesen ist: Wäre der eifersüchtige Exfreund nicht auf das Fahrzeug zugelaufen und hätte die Tür geöffnet, so hätte sich der Autofahrer nicht veranlasst gefühlt, in Panik zu geraten und dabei einen erheblichen Schaden anzurichten.

Allerdings führe die Ursächlichkeit eines Verhaltens noch nicht dazu, dass sich der Handelnde schadensersatzpflichtig macht. Die Haftung scheidet zum Beispiel dann aus, wenn das Verhalten des Geschädigten völlig unwahrscheinlich ist. Das Gericht kam jedoch zu dem Ergebnis, dass das Verhalten des in Panik geratenen Autofahrers zumindest nicht völlig unwahrscheinlich war.

Kein Schmerzensgeld bei selbstverschuldetem Autounfall

Das Gericht sah eine die Haftung des eifersüchtigen Exfreundes ausschließende Eigengefährdung des Autofahrers ...

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