Anschrift des Gegners stimmt nicht – pragmatische Lösungsversuche!

Neulich wieder ein Fall, wie er sich sicher hundertfach in Deutschland abspielt: Mandant hat zwei Schuldner, die zuvor unter einer Anschrift vorgaben, tätig zu sein. Also wird in der dementsprechenden Klageschrift für beide jeweils die zuletzt bekannte Anschrift als ladungsfähige angegeben. Kam vom Gericht zurück “beide nicht zustellbar.” Eine Einwohnermeldeamtanfrage wurde getätigt: Ja, einer von beiden hat in der Stadt noch eine Wohnadresse, der andere war nie dort gemeldet. Na toll: Dem Beklagten zu 2) kann ich also nochmals unter der EMA-gemäßen Anschrift zustellen lassen, denn offensichtlich war die erste Anschrift nicht wahr. Da der Beklagte zu 1) ja angeblich unter der erstgenannten Anschrift auch ladungsfähig zu erreichen sein solle – also allenfalls der Beklagte zu 2) etwas zu dessen Aufenthaltsort sagen könnte, was der mit Sicherheit nicht tut – hat man so als Belogener kaum eine Möglichkeit. Klar, bleibt noch eine Strafanzeige und die Hoffnung und Bitte um Hilfe, dass die Polizei vielleicht einen weiteren Aufenthaltsort ermitteln kann ...

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