13.000 Euro Schadensersatz wegen diskriminierender Stellenausschreibung

Das Oberlandesgericht Karlsruhe sprach einer abgelehnten Bewerberin wegen einer nicht geschlechtsneutralen Stellenanzeige – „Geschäftsführer gesucht“ – eine Entschädigung in Höhe von 13.000 Euro zu. Der Begriff Geschäftsführer sei eindeutig männlich, sodass die Stellenausschreibung gegen das Benachteiligungsverbot des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes verstoße.

Eine als Personalleiterin tätige Rechtsanwältin bewarb sich auf die Anzeige eines mittelständischen Unternehmens „Geschäftsführer gesucht“ beworben. Nachdem ihre Bewerbung unberücksichtigt blieb, verlangte sie vom ausschreibenden Unternehmen 25.000 Euro als Entschädigung wegen geschlechtsbezogener Benachteiligung im Bewerbungsverfahren. Eine entsprechend erhobene Klage wies das Landgericht Karlsruhe ab. Das OLG gab der Berufung teilweise statt und sprach der Klägerin eine Entschädigung von 13.000 Euro zu.

Die Stellenausschreibung verstoße gegen das Benachteiligungsverbot des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (§ 7 AGG) ...

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