"Eigentlich ist doch egal, wer seinen Vater erschossen hat."

Wolfgang Steinke, ehemaliger Präsident der Abteilung Staatsschutz des BKA, äußert sich so gegenüber 3sat über Michael Buback, der seit Monaten als Nebenkläger versucht, die Rolle von Verena Becker beim Anschlag auf seinen Vater, den ehemaligen Generalbundesanwalt, aufzuklären (bereits mehrfach Thema im Beck-Blog zB hier und hier). Steinke, der schon das Anliegen Bubacks, die Mörder seines Vaters zu kennen, "nicht nachvollziehen" kann, hält Michael Buback "für verbohrt, wenn nicht krank" (3sat-Video).

Ich kann hingegen kann kaum nachvollziehen, weshalb ein Herr Steinke das menschlich selbstverständliche und rechtlich gebotene Aufklärungsinteresse des Sohns so "verbohrt" verleugnen kann. Beim Zitat sträuben sich mir vielmehr die Nackenhaare. Offenbar meint Steinke, es genüge doch, wenn irgendwer für die Tat verurteilt wurde - nach dem in den damaligen Prozessen gegen die RAF verfolgten Strategie: Jedes Mitglied der RAF kann quasi gesamtschuldnerisch für alles verantwortlich gemacht werden. Aus dieser "Rechts"-Sicht kann es dann "egal" sein, wer den Vater erschossen hat ...

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