Auch Polizeibeamte haben kein unfehlbares Gedächtnis

Der Verkehrs- und Strafrechtler kann ein Lied davon singen: Polizeibeamte hatten einen von ihnen wahrgenommenen Verkehrsverstoß aufgenommen. Wenn diese Beamten dann Monate später vor Gericht aussagen, muß man sich wundern wie deutlich ihnen das Geschehen noch vor Augen zu stehen scheint. Wenn dann der Beifahrer des Betroffenen, für den solche Vorfälle eher die Ausnahme darstellen werden, bekundet, daß das Geschehen sich ganz anders zugetragen habe, wird das Gericht gleichwohl dem „geschulten Auge des Polizeibeamten“ vertrauen.

Sichtlich überrascht war das Gericht daher kürzlich in einem Verfahren, in dem der Mandantin eine Rotlichtüberschreitung vorgeworfen wurde und ein Fahrverbot drohte. In der Hauptverhandlung sagte die Beifahrerin der Mandantin aus, daß sie sich sicher sei, daß die Lichtzeichenanlage „Grün“ gezeigt habe. Sie selbst habe noch mit auf die Ampel geschaut und der Fahrerin mitgeteilt, daß sie losfahren könne ...

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