Lotto-Tip GmbH und „Verbraucherdienst e.V.“?

Gerade im „Gewinnspiel“-Bereich tummeln sich besonders viele schwarze Schafe, die auf die unterschiedlichste Weise versuchen, den Geldbeutel anderer Personen zu schröpfen, sei es, daß sie mit sog. „Cold-Calls“ auf Adressenfang gehen, sei es, daß sie mit gehörigem Nachdruck nicht existente oder zumindest ausgesprochen zweifelhafte Forderungen geltend machen.

Eine Mandantin reichte mir nun ein Schreiben herein, mit dem eine Rechtsanwältin mit Postanschrift in Frankfurt am Main und Kanzleiadresse in Griechenland (!) sie auffordert, 127,50 € zu zahlen wegen der „kostenpflichtigen Teilnahme an der Lotto-Spielgemeinschaft“ der Lotto-Tip GmbH. Aufgrund einer Rücklastschrift sei die Mitgliedschaft bereits gekündigt worden. Es „muß“ also nur noch gezahlt werden.

Die Mandantin ist sich sicher, einen solchen Vertrag nie geschlossen zu haben. Eine entsprechende Rücklastschrift hat sie ihren Kontounterlagen ebenfalls nicht entnehmen können. Ihr ist überdies nicht erinnerlich, jemals Rechnungen oder Mahnschreiben der Lotto-Tip GmbH erhalten zu haben.

Überhaupt ist diese angebliche Lotto-Tip GmbH im Unternehmensregister nicht aufzufinden. Eine Adresse dieser Gesellschaft nennt das Forderungsschreiben bezeichnenderweise nicht. Eine Vollmacht ist ebenfalls nicht beigefügt ...

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