Europäische Biodieselpolitik belastet Ökosysteme Palmöl produzierender Länder

Ein Beitrag von www.energie-experten.org Die Treibhausgasemissionen fossiler Kraftstoffe steigen in den kommenden Jahren massiv an. Neben der herkömmlichen Erdölproduktion treiben die Ausbeutung unkonventioneller Ölquellen wie Teersand oder Schwerstöl den Treibhauseffekt voran. Nachhaltig produzierte Biokraftstoffe wie z. B. Palmöl gelten als eine Möglichkeit, Teile des weltweiten Kraftstoffverbrauchs klima- und umweltschonend zu decken. Mit weitreichenden Folgen für die Landwirtschaft und Ökosysteme der Palmöl produzierenden Länder. Die EU versucht nun, Mechanismen zur Regulierung der sogenannten Landnutzungsänderungen zu entwickeln, obwohl sie gerade durch gesetzliche Vorgaben erst die Grundlage für den massiven Ausbau der Palmölproduktion schafft. Copyright: energie-experten.org Treibstoffe aus Pflanzen werden von der Politik immer noch als Wunderwaffe im Kampf gegen den Klimawandel angepriesen. Auch die EU will den Anteil an Agrotreibstoffen bis 2020 auf zehn Prozent steigern. Das Institut für Europäische Umweltpolitik (IEEP) hat errechnet, dass für dieses Ziel eine Fläche von sechs Millionen Hektar, die doppelte Größe Belgiens, nötig wäre. Schon jetzt reichen die einheimischen Rohstoffe in Europa nicht aus, um die aktuellen Beimischungsquoten zu erfüllen. Laut IEEP wird bei europäischem Biodiesel ein Importanteil von rund 41 Prozent erwartet. Palmöl steht nach wie vor stark in der Kritik. Immer wieder werden illegale Rodungen von Regenwäldern aufgedeckt und seit Palmöl auch für die energetische Nutzung, also für Strom, Wärme und Kraftstoffe gefragt ist, scheint der Verursacher der zunehmenden Urwaldrodungen ausgemacht. 2010 wurden 53 Mio. Tonnen Palmöl genutzt. Davon fanden über 71 Prozent in der Nahrungsmittelindustrie Verwendung. Über 24 Prozent wurden für Seifen und andere kosmetische Industrieerzeugnisse benötigt und nur 4,7 Prozent dienten der energetischen Nutzung ...Zum vollständigen Artikel

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