Flugvorführungen mit Greifvögeln

Die Betreiber einer Falknerei mit Flugvorführungen können durch die Erteilung einer tierschutzrechtlichen Erlaubnis an einen anderen Greifvogelbesitzer zur Durchführung entsprechender Veranstaltungen in einem zirka 2 km entfernten Wild- und Freizeitpark nicht in ihren subjektiven Rechten verletzt sein.

In einem jetzt vom Verwaltungsgericht Koblenz entschiedenen Rechtsstreit stellten die beigeladenen Betreiber des Parks im Jahr 2010 einen Antrag auf Erlaubnis der Durchführung von Greifvogelvorführungen. Um die Vereinbarkeit des Vorhabens mit der Falknerei der Kläger zu klären, holte der Landkreis Cochem-Zell eine sachverständige Stellungnahme ein. Hierin ist ausgeführt, dass die jeweils täglich mehrmals stattfindenden Flugvorführungen der Kläger und der Beigeladenen wegen des Gefahrenpotentials der zum Einsatz kommenden Vögel nur schwer miteinander zu vereinbaren seien; der Verzicht einer Greifvogelschau oder das Zusammenlegen beider Vorführungen könnten als Lösungen in Betracht gezogen werden. Gleichwohl erteilte der Landkreis den Tierparkbetreibern die beantragte Erlaubnis, die mit Auflagen insbesondere hinsichtlich der Flugzeiten, des Einsatzes adlerartiger Vögel und der Angabe einer Notfallhandynummer versehen wurde. Diese Nebenbestimmungen hob der Landkreis in der Folgezeit wieder auf, nachdem vergleichbare Auflagen, die er den Klägern vorgegeben hatte, vom Verwaltungsgericht als ermessensfehlerhaft erkannt worden waren. Nach erfolglosem Widerspruchsverfahren erhoben die Betreiber der Falknerei Klage, die das Gericht abwies ...

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