Dürfen Ärzte Gutscheinplattformen wie „groupon.de“ zu Werbezwecken nutzen?

Wollen Ärzte werben, stellt dies stets ein Vorhaben dar, bei dessen Durchführung Fingerspitzengefühl bewiesen werden muss. Denn der Berufsgruppe der Ärzte, sind durch diverse Gesetze und Rechtsverordnungen (so zum Beispiel die Berufsordnung [BO] und die Gebührenordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte [GOÄ]) besonders enge Grenzen hinsichtlich der Zulässigkeit von Werbemaßnahmen gesetzt.

Heutzutage nutzen viele Ärzte auch die Möglichkeiten der neuen Medien, insbesondere des Internets zu Werbezwecken. Neben der eigenen Homepage, deren Inhalt und Gestaltung stets den berufsrechtlichen Vorschriften genügen muss, werden momentan verstärkt Werbemaßnahmen auf sogenannten Gutscheinplattformen positioniert. Die deutschlandweit wohl bekannteste dieser Plattformen ist unter der Internetseite www.groupon.de zu finden. Die gleichnamige Groupon GmbH ermöglicht es Unternehmen, Gutscheine bzw. sogenannte Deals mit Preisnachlässen für ihre Dienstleistungen anzubieten, um neue Kunden zu gewinnen.

Das Problem stellt nicht die Nutzung des entsprechenden Mediums „Gutscheinplattform“ dar. Dass zeitgemäße Werbung auch für Ärzte zulässig sein kann, lässt sich auch der jüngsten Entscheidung des Bundesverfassungsgericht (BeVerfG) vom 01.06.2011, Az.: 1 BvR 233/10 entnehmen. Hierüber haben wir bereits berichtet.

Das Besondere – und für Werbung von Ärzten gravierende Problem – an diesen Gutscheinen sind die niedrigen Preise. Preisnachlässe in Höhe von bis zu 70 % sind dabei keine Seltenheit Die Gutscheine werden auf der Internetseite an den Kunden verkauft, die dieser wiederum bei dem jeweiligen Gutscheinaussteller einlösen kann.

Die Ärztekammer Nordrhein warnt ihre Mitglieder derzeit vor dem Anbieten von ärztlichen Leistungen auf der Internetseite „groupon.de“ ...

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