Schmerzensgeld für HWS-Trauma

Häufige Folge eines Verkehrsunfalls ist ein Halswirbelschleudertrauma, das sich durch Nackenverspannung und Kopfschmerzen äußern kann. Die Versicherungen verweigern in solchen Fällen gerne ein Schmerzensgeld und zweifeln an, ob die Verletzung überhaupt vorhanden ist, ob sie durch den Unfall verursacht wurde und ob sie ein Schmerzensgeld rechtfertigt. Als Geschädigter sollte man sich dennoch nicht abspeisen lassen.

Urteile zur Schmerzensgeldhöhe

Die Schmerzensgeldhöhe ist in das Ermessen der Gerichte gestellt. Sie sollen die Gesamtumstände berücksichtigen, insbesondere die Schwere der Verletzung, den Heilungsverlauf und die mit der Verletzung verbundenen Beeinträchtigungen, z.B. Krankenhausaufenthalt, Anzahl der Arztbesuche, Dauer der Arbeitsunfähigkeit.

Das Amtsgericht Jena sprach mit Urteil vom 13.12.2000, Az. 26 C 419/00, einer Frau wegen eines Halswirbelschleudertraumas mit Kopfschmerzen 750 Euro (1.500 DM) zu. Die Geschädigte war eine Woche arbeitsunfähig. Das Landgericht Augsburg verurteilte am 15.02.2002, Az. 4 S 4743/98, die Versicherung, 750 Euro (1.500 DM) an eine Frau zu zahlen, die ein Halswirbelschleudertrauma mit eingeschränkter Reklination (eingeschränkte Möglichkeit, den Kopf nach hinten zu neigen) und schmerzhafter Muskelverspannung im Nacken-Schulterbereich erlitten hatte. Das Landgericht Magdeburg sprach einem 25-jährigen Mann mit Urteil vom 30.04.2002, Az. 2 S 5/02, ein Schmerzensgeld von 600 Euro wegen eines HWS-Schleudertraumas und einer Handgelenksprellung zu. Das Landgericht Konstanz hielt im Urteil vom 23.07.2003, Az. 11 S 172/02 E, bei einer leichten Distorsion (Verstauchung) der Halswirbelsäule ein Schmerzensgeld von 600 Euro für angemessen. Die Beschwerden der 60-jährigen Geschädigten mussten längere Zeit behandelt werden. Das Amtsgericht Nürnberg urteilte am 05.02.2004, Az ...Zum vollständigen Artikel


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