Neues zu Benzodiazepinen (Valium & Co.)

Benzodiazepine, umgangssprachlich auch Benzos genannt, sind Wirkstoffe mit sedativen, hypnotischen und muskelrelaxierenden Eigenschaften. Im medizinischen Bereich werden sie z.B. zur Behandlung von Angsterscheinungen, Schlafstörungen und Panikattacken eingesetzt. Die regelmäßige Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer Sucht führen. Das wohl bekannteste Medikament der Benzodiazepin-Reihe ist das Valium mit dem Wirkstoff Diazepam.

Viele Benzodiazepine sind in den Anl. I bis III zu § 1 Abs. 1 BtMG aufgeführt (z.B. Diazepam, Lorazepam oder Oxazepam), so dass der Umgang hiermit grundsätzlich nach dem BtMG strafbar ist. Hiervon hat der Gesetzgeber aber wieder eine Ausnahme gemacht: Einige in Anl. III genannte Benzodiazepine unterliegen als sog. ausgenommene Zubereitungen nicht dem BtMG. Erkennbar wird dies durch einen Zusatz nach den entsprechenden Positionen in Anl. III. Diazepam z.B. ist ausgenommen in Zubereitungen, die ohne einen weiteren Stoff der Anlagen I bis III bis zu 1 vom Hundert als Sirup oder Tropflösung, jedoch nicht mehr als 250 mg je Packungseinheit, oder je abgeteilte Form bis zu 10 mg Diazepam enthalten.

So weit, so gut, könnte man meinen. Aber weit gefehlt, denn am Beispiel der Benzodiazepine zeigen sich wieder einmal die Tücken des Betäubungsmittelrechts. Gerade hier gilt: keine Ausnahme ohne Ausnahme!

Nach dem letzten Spiegelstrich in Anl. III zu § 1 Abs ...

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