Dr. Murcks gesammeltes Verneinen

Nach einer Sommerpause ging heute der Stuttgarter „Buback-Prozess“ gegen Verena Becker weiter. Einziger Zeuge: Der Chef des Hamburger Landesamtes für Verfassungsschutz, Dr. Manfred Murck. Thema: Die Aussage des Zeugen Nils von der Heyde über eine angebliche Täterschaft Verena Beckers. Von der Heyde will das von einem inzwischen verstorbenen Verfassungsschützer erfahren haben. Dr. Murck sollte nun seine, bzw. die Sicht des Verfassungsschutzes Hamburg darstellen. Es war je nach Sichtweise eine wenig oder sehr ergiebige Aussage:

Dr. Murck war klar und deutlich: „Es gibt keine Erkenntnisse in meinem Amt, die zur Aufklärung des Anschlags beitragen könnten. Es gibt faktisch keine Erkenntnisse zu Frau Becker, es gibt auch keine Erinnerung der pensionierten oder noch tätigen Mitarbeiter“, sagte der 62jährige Verfassungsschützer, der 14 Jahre stellvertretender Amtsleiter der Hamburger Behörde war und seit Mai 2011 dem Amt vorsteht.

Diese Aussage wiederholte er im Laufe der gut einstündigen Aussage mehrfach, ohne dass sich neue Erkenntnisse ergaben. Zwar habe er seinen Vorvorgänger Christian Lochte flüchtig kennengelernt, dies aber nur in seiner früheren Funktion als Dozent an der Polizeiführungsakademie, an der er Lochte „zwei oder drei Mal“ als Referent eingeladen habe. Über Lochte selbst könne er deswegen wenig berichten, erklärte Murck. Auf die Frage, ob Lochte zum Fabulieren neigte, wie es der BKA-Beamte H. unterstellt hatte, antwortete Murck diplomatisch: „Es wird jetzt hier nicht zur Sache beitragen, wenn ich gewisse Facetten berichte, von denen im Amt die Rede ist. Aber dass er ein ausgesprochener Fabulierer gewesen sein soll, ist mir nicht berichtet worden“.

Allerdings habe sich ein langjähriger Mitarbeiter im „Servicebereich“ des Verfassungsschutzes an den Kontakt zwischen Lochte und von der Heyde erinnert ...

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