So tricksen Kfz-Versicherer beim Schadenersatz

Frank S. ist sauer. Denn eigentlich war nach dem Unfall alles klar. Sein Unfallgegner war schuld, der Gutachter bezifferte den Schaden an seinem Mercedes auf fast 12.000 EUR und dessen Expertise ging direkt an die Versicherung. Doch diese kürzte die Summe einfach um über 2.000 Euro.

Begründung: Eine andere Werkstatt hätte den Schaden viel günstiger behoben. Frank S. ist kein Einzelfall. Denn Versicherungen versuchen immer wieder bei Autounfällen Geld zu sparen, indem sie den Schadenersatz um bis zu 20% kürzen. Die dafür verwendeten Tricks sind nicht unbedenklich, den Geschädigten fallen sie aber oft nicht auf. Ein Verkehrsanwalt erkennt diese Methoden und sorgt für die Auszahlung des rechtmäßigen Schadenersatzes.

Der „freundliche“ Service der Versicherungen Schadenmanagement nennt sich der Service, bei dem die Versicherungen nach einem Unfall direkt auf den Geschädigten zugehen. Per Telefon raten sie dazu, den verbeulten Wagen der Einfachheit halber in einer Partnerwerkstatt der Versicherung reparieren zu lassen.

Ein Angebot, das viele geschockte Unfallopfer dankbar annehmen. „Damit hat die Versicherung ihr Ziel erreicht“, sagt Verkehrsanwältin Daniela Mielchen. „Sie kann verhindern, dass sich der Geschädigte unabhängig beraten lässt und vor allem sorgt sie dafür, dass der Wagen in einer für die Versicherung günstigen Werkstatt landet.“ Das Recht des Geschädigten auf eine Marken- bzw. Vertrauenswerkstatt wird dabei einfach übergangen. Das hat oft negative Folgen ...

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