6B_68/2011: Qualifizierte Veruntreuung

Die Verurteilung eines selbständigen Steuer- und Vermögensberaters, der eine Provision in Absprache mit dem Treugeber unter eigenem Namen in eine Lebensversicherung investiert und die Versicherungspolice später eigenmächtig aufgelöst hat, wegen qualifizierter Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 2 StGB wird vom Bundesgericht bestätigt (Urteil 6B_68/2011 vom 22. August 2011). Dem Beschwedeführer X. wird die Veruntreuung von Geldern vorgeworfen, die ihm von B. als Provision aus einem Vermittlungsgeschäft zwischen der Treuhandanstalt als Verkäuferin und der E. Gesellschaft über eine Liegenschaft in Leipzig anvertraut worden waren. X. habe, nachdem das Geschäft zu Stande gekommen sei, als Provision einen Check über DM 1 Mio. auf seinem Konto gutschreiben lassen. Diese Summe habe unter Abzug eines Anteils von 10%, welcher als Honorar für X. bestimmt gewesen sei, nach Auffassung der kantonalen Instanzen je zur Hälfte den deutschen Geschäftspartnern B. und C. zugestanden, auf die das Geschäft zurückging. Der Beschwerdeführer sei als Strohmann und Treuhänder zum Empfang der Provision eingeschaltet worden, da die deutschen Partner je mit einer Vertragspartei verbunden gewesen seien und von daher keine Provision hätten beanspruchen können. In rechtlicher Hinsicht nehmen die kantonalen Instanzen an, zwischen dem Beschwerdeführer und B. habe ein Treuhandvertrag bestanden mit der Vereinbarung, dass der Beschwerdeführer von dem Betrag von DM 1 Mio. einen Anteil von umgerechnet CHF 400'000.-- nach aussen in eigenem Namen in eine Lebensversicherung zu investieren und zu verwalten habe. Faktisch sei B. als Treugeber an dem Vermögenswert wirtschaftlich berechtigt gewesen ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK