Friedensrichter

Auf dem Weg zum gestrigen Gerichtstermin habe ich im Radio (zumindest den Anfang) eines interessanten Gesprächs (auf dem Link auch zum Nachhören) mitbekommen. Thema war das Tätigsein von sogenannten “Friedensrichtern” aus dem islamischen Kulturkreis, aber im hiesigen Rechtskreis.

Bei dem Bericht musste ich öfters schmunzeln, obwohl er ernstes beinhaltete. Denn mir kam das alles doch irgendwie sehr bekannt vor. Friedensrichter nach dieser Definition sind im Prinzip Schlichter in Streitigkeiten zwischen -meist- islamischen Familien, die sich miteinander im Streit befinden. Nicht das Schlichten ist dabei das Problem, sondern der Umstand, dass dies in bewußter Ignoranz der hiesigen Gesetze geschieht.

Das Schlichten ist dann kein Problem, wenn es -so wurde ein Beispiel in dem Bericht genannt- um reine Zivilstreitigkeiten geht, etwa beim Gebrauchtwagenkauf. Es wird aber dann zum Problem, wenn es ins Strafrecht geht. Dies wird aber, so ist meine Erfahrung, voll in Kauf genommen. Als Verteidiger wird man in solche intrakulturellen Schlichtungen gar nicht erst eingeweiht oder gar um Rat gefragt – man riecht sie aber meilenweit gegen den Wind. Klassich sind die Fälle, in denen es beispielsweise um Körperverletzungen geht. Der Täter T verprügelt etwa Opfer O, der sich erheblich verletzt. Die Polizei ermittelt und vernimmt auch den O, zum Beispiel im Krankenhaus. O sagt der Polizei, was passiert ist ...

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