Kann das sein: Junge Leute haben keine Zeit für Betriebsrat?

Die Arbeitsbedingungen in der Dienstleistungsbranche haben sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Wie kommen Beschäftigte, die unter 35 Jahre alt sind, damit zurecht? Und welche Auswirkungen haben diese Veränderungen für die Einstellung zum Beruf, zum Privatleben aber auch zum Engagement für bessere Arbeitsbedingungen im Betrieb?

Eine Tübinger Forschungsgruppe untersuchte im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung, warum sich 25-35 jährige Beschäftigte im Dienstleistungssektor scheinbar nur schwer für die Mitbestimmung und Arbeit in Betriebsräten gewinnen lassen (Studie “Was bewegt junge Menschen?”). Wichtigstes Ergebnis: Die Befragten meinten überwiegend, dass sie keine Zeit dafür hätten. Eine jüngere Frau macht es im Interview deutlich: “Kind versorgen, Halbtagsstelle, Hausarbeit, Sport, es ist recht schwer, das alles unter einen Hut zu bringen“. Solidarität sei wichtig, man lebe diese aber vor allem im privaten Bereich aus. Mit Solidarität im Arbeitsleben können jüngere Menschen dagegen noch nicht soviel anfangen. Steige in der Arbeit der zeitliche und psychische Druck, setzen sie als Reaktion viel mehr als ihre älteren Kollegen auf die eigenen Kräfte. Sie leben ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit und wollen deswegen auch mit ihren Problemen alleine fertig werden ...

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