Ist die Frage des Arbeitgebers anlässlich der Einstellung eines Arbeitnehmers nach der Schwerbehinderteneigenschaft zulässig?

§ 81 Abs. 2 SGB IX enthält ein allgemeines Diskriminierungsverbot für behinderte Menschen die keinen Grad der Behinderung von 50 aufweisen oder einem behinderten Menschen gleichgestellt sind (BAG, 27.01.2011 – 8 AZR 580/09). Zusätzlich besteht ein allgemeines Verbot der Benachteiligung behinderter Menschen, die weder gleichgestellt noch schwer behinderte Menschen sind (§ 1 AGG), welches bei einer Diskriminierung zu einem Schadenersatzanspruch führen kann. Nach der bisherigen Rechtssprechung des Bundesarbeitsgerichtes muss der Arbeitnehmer zulässige Fragen des Arbeitnehmers anlässlich der Bewerbung wahrheitsgemäß beantworten, wenn die Täuschung für den Abschluss des Arbeitsvertrages ursächlich war (BAG, 7. Juli 2011 - 2 AZR 396/10). Zur Frage der Zulässigkeit der Frage nach der Schwerbehinderung oder einer Behinderung nach Inkrafttreten des AGG und des § 82 Abs. 2 SGB IX hat das Bundessozialgericht bisher ausdrücklich noch nicht Stellung genommen. Es besteht also immer noch eine unsichere Rechtslage hinsichtlich der Frage, ob der Arbeitnehmer die Frage nach der Behinderung bewusst falsch beantworten darf ...Zum vollständigen Artikel


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