Felix Magath und die Low Performer im Fussball

© Gerd Altmann / pixelio.de

Letztes oder vorletztes Jahr – ich weiss es nicht mehr so genau, man mag es mir nachsehen – kündigte man mir im Rahmen der jährlichen abzuleistenden Fortbildungen für den Fachanwalt für Arbeitsrecht einen Vortrag zum Thema „Low Performer und ihre arbeitsrechtliche Behandlung“ an. Oh, dachte ich, das kann ja interessant werden: werden uns jetzt die Zaubertricks aus dem Waffenarsenal der Personalabteilungen der deutschen Grossunternehmen (zB. des VW-Konzerns) verraten, mit denen man Arbeitnehmer entfernt, die nicht oder nicht mehr den Anforderungen an die Produktivität gerecht werden?

Nun, ich will es mal nicht zu spannend machen: der Vortrag war „blendend“ im wahrsten Sinne des Wortes, es gab nämlich nichts Neues zu bestaunen, sondern alten Wein in neuen Schläuchen: die – nicht vorsätzliche – negative „Abweichung der Ist- von der Sollbeschaffenheit“ bei einem Arbeitnehmer ist und bleibt weitgehend ein Risiko des Arbeitgebers – und dem schwächeren Arbeitnehmer steht jedenfalls dann, wenn sein Arbeitsverhältnis in den Anwendungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes fällt, ein durchaus effektiver Kündigungsschutz zu – Low Performaner hin oder her.

An dieser Stelle ein kleiner Einschub: dass man in Deutschland heimlich, still und leise durch die Erhöhung des Schwellenwertes den Kündigungsschutz für den überwiegenden Teil der Arbeitnehmer ausgehebelt hat, ist dabei eine ganz andere Geschichte, denn hier will ich mich ja nicht mit dem vogelwilden Gebaren unserer Politiker beschäftigen, sondern mit dem eines Bundesligatrainers.

Und so kommen wir zu Felix „Quälix“ Magath, dem mal wieder neuen Abteilungsleiter des VW-Konzerns, Fachbereich Attacke, Geldvernichtung und Ballgetrete ...

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