EGVP funktioniert nicht mal innerhalb der Justiz

Tatsächlich habe ich mal wieder nach langer Zeit Posteingang über EGVP. Das Mahngericht Hünfeld fordert mich auf, altbekannte Verfahrensweisen zu überdenken und durch andere zu ersetzen.

Zur Zeit wird zur Beschleunigung des Verfahrens üblicherweise die Klage nach Widerspruch im Mahnverfahren an das Mahngericht gesendet. Die Klage kommt dann gleich beim Streitgericht an und man muss nicht dessen Aufforderung zur Klagebegründung abwarten. Erfolgt die Einreichung per EGVP so entstehen justizintern plötzlich Probleme aufgrund der fehlenden Integration des EGVP in die Abläufe. Statt die Abläufe bei Gericht anzupassen sollen nun die Anwälte ihre Verfahren ändern.

Mario Sandrock vom AG Hünfeld teilt dazu mit: "dass die Abgabe des Verfahrens an das Streitgericht unnötig verzögert wird. Hintergrund ist, dass das Mahngericht jede per EGVP eingegangene Klagebegründung ausdrucken und den Abgaben an die Streitgerichte beifügen muss, was im Einzelfall eine Verzögerung von mehreren Tagen bedeuten kann." Im Klartext wird also nicht einmal erwogen, die Abgabe per EGVP zu erledigen. Dass der Ausdruck mehrere Tage dauern soll, ist kaum nachvollziehbar ...

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