Teldafax-Insolvenz: Das Insolvenzverfahren ist eröffnet

Wie berichtet hat der Stromverkäufer Teldafax im Juni 2011 beim Amtsgericht Bonn Insolvenzantrag gestellt. Parallel wird gegen die Verantwortlichen der Unternehmen von Teldafax wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des gewerbsmäßigen Betruges ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft Bonn mitgeteilt hat.

Inzwischen ist das Insolvenzverfahren (am 1. September) eröffnet worden, mit der Folge, dass die Kunden ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden können; die rund 700.000 Gläubiger werden hierzu in einem übermäßigen bürokratischen Aufwand vom Büro des Insolvenzverwalters Dr. Biner Bähr angeschrieben. Eine nennenswerte Quote ist jedoch nicht zu erwarten: Selbst wenn der Verwalter – etwa über Anfechtungen oder Geschäftsführerhaftung wegen Insolvenzverschleppung – maßgeblich Insolvenzmasse ansammeln sollte, wird er zunächst selbst über die Vergütung (degressiv proportional zum Massezufluss) profitieren und bei Prozessen, die in der Regel im gleichen Haus angeschlossene Prozessabteilung. Die Streitwerte und damit Einnahmen über die Prozesse sind teilweise lohnend.

Erste Hinweise auf vom Insolvenzverwalter angedachte Anfechtungsansprüche kursieren bereits: So hat jetzt die Sueddeutsche Zeitung (www.sueddeutsche.de) davon berichtet, dass dem Sponsor Bayer Leverkusen eine Rückzahlungs-Aufforderung in Höhe von rund 16 Millionen Euro bevorstehen könnte. Hintergrund sei, dass dem Sponsoren bereits vor zwei Jahren Tatsachen über eine Finanznot bei Teldafax bekannt gewesen sein sollen.

Das Instrument der Insolvenzanfechtung ist ein scharfes Schwert – die Anfechtungsmöglichkeiten nach §§ 129 InsO ff. weitgehend – zumindest was den Zeitraum von drei Monaten vor dem Insolvenzantrag betrifft ...

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