Schadensersatz in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar für Urheberrechtsverletzung durch SAP vorerst gekippt

Wie heise online berichtet, ist der deutsche Softwareriese SAP – vorerst – der in der Geschichte höchsten Schadenersatzfoderung für Urheberrechtsverletzungen entgangen.

Anlass des Rechtsstreits (Case: Oracle Corp. v. SAP AG (SAP), 07-01658, U.S. District Court, Northern District of California (Oakland)). war, dass sich das Tochterunternehmen der SAP – TomorrowNow – als Kunde von Oracle ausgegeben und Updatedateien von Oracle heruntergeladen hatte. Dies gaben die Vertreter von SAP im Rechtsstreit auch zu. Daher wurde „lediglich“ noch über die Höhe des zu leistenden Schadenersatzes gestritten.

Während Oracle den Schadenersatz anhand der hypothetisch entgangenen Lizenzgebühr berechnete (hypothetical license) und daher eine Summe in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar ansetzt, sind die Vertreter der SAP der Ansicht, nur den tatsächlich entstandenen Schaden ersetzen zu müssen.

Auch über die Höhe des tatsächlich entstandenen Schadens besteht Streit. Nach Angaben von heise geht SAP von 28 Millionen US-Dollar aus, von der Gegenseite Oracle werden hierfür 408 Millionen Dollar angesetzt.

Auch in Deutschland wird über die Höhe des zu leistenden Schadenersatzes bei Urheberrechtsverletzungen sehr häufig vor Gericht gestritten. In Deutschland hat der in seinen Rechten Verletzte die Wahl zwischen drei verschiedenen Berechnungsmodellen in Bezug auf den an ihn zu zahlenden Schadenersatz ...

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