Behindertengerechte Beschäftigung

LAG Köln, Urteil vom 16.05.2011, 2 Sa 1276/10

Ein Arbeitnehmer erkrankt über einen längeren Zeitraum. Eine Schwerbehinderung mit einem Grad von 30 wird festgestellt und eine Gleichstellung ausgesprochen. Seine bisherige Tätigkeit im Gepäckdienst kann er nicht mehr ausüben, da er keine schweren Gegenstände mehr heben oder tragen darf.

In vielen vergleichbaren Fällen beziehen die betroffenen Arbeitnehmer über viele Monate Krankengeld. Die Arbeitgeber warten häufig einfach ab, da für sie mit dem Ende der Entgeltfortzahlung i.d.R. keine finanzielle Belastung mehr besteht.

In dem vom LAG Köln entschiedenen Fall hat der Arbeitnehmer aber eine leidensgerechte Beschäftigung vom Arbeitgeber gefordert. Konkret verlangte der Arbeitnehmer, künftig im Frachtdienst eingesetzt zu werden, wo er die anfallenden Arbeiten mit Hilfsmitteln (Gabelstapler, Hubwagen etc.) verrichten könnte. Der Arbeitgeber lehnte dies ab.

Das LAG verurteilte die Arbeitgeberseite, den Arbeitnehmer entsprechend seines Klageantrages zu beschäftigen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK