Jens Lehmann hätte von vornherein kein „Schmerzensgeld“ bekommen

Unlängst hat das Landgericht München entschieden, dass der Werder-Torhüter Tim Wiese seinem (ehemaligen) Torwächterkollegen Jens Lehmann keine 20.000,00 € zahlen muss, weil Wiese ihn in die „Muppet-Show“ verwies und ihm die „Couch in der Geschlossenen“ nahelegte.

Die Richter in München sahen die Äußerungen des „Werder-Titans“ als von der Meinungsfreiheit gedeckt. Im Milieu des Profifußballs seien Schimpfwörter und die Austragung von Konflikten über die Medien an der Tagesordnung.

„Schmerzensgeld“ hätte der gebeutelte Herr Lehmann allerdings von vornherein nicht fordern können. Dies stünde dem Geschädigten nämlich nur dann zu, wenn er einen immateriellen Schaden erlangt hätte, beispielsweise durch körperliche oder seelische Verletzungen. Hier geht es vielmehr um „Geldentschädigung“, welche in bestimmten Fällen als der Wiedergutmachung oder Ausgleich zu zahlen ist.

Hätte vorliegend jedoch nicht das Landgericht München, sondern das in Hamburg geurteilt, so hätten die Chancen gut gestanden, dass die Äußerung als Schmähung angesehen und verboten worden wäre ...

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