In Niedersachsen wurden weniger Eltern das Sorgerecht entzogen

Die Gerichte haben im Jahr 2010 in Niedersachsen in 1.042 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug des elterlichen Sorgerechts angeordnet. Im Vergleich zu 2008 sank die Zahl um 15 % und im Vergleich zum Jahr 2009 um 4 %.

Dies teilte der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen in einer Pressemitteilung vom 01.09.2011 (Nr. 87/11) mit.

Von den 1.042 Fällen wurden in 800 Fällen das Sorgerecht mindestens teilweise auf das Jugendamt übertragen. Von den 800 Fällen betrafen 144 Fälle das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Das Statistikamt teilte auch mit, dass bis Ende des Jahres 2010 4.106 Kinder und Jugendliche unter Vormundschaft der Jugendämter gestellt waren. Im Jahre 2009 waren es noch 4.633 Fälle. Dies entspricht einem Rückgang von 11 %.

Die gemeinsame elterliche Sorge besteht für ein Kind bei verheirateten Eltern per Gesetz oder bei nichtverheirateten Eltern, wenn diese eine Sorgeerklärung abgegeben haben. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein Teil des Sorgerechts. Möchte beispielsweise die Kindesmutter sich von dem Kindesvater trennen und in eine andere Stadt ziehen, muss sie für den Umzug entweder die Zustimmung durch den Kindesvater erhalten oder sie muss sich das Aufenthaltsbestimmungsrecht über eine gerichtliche Entscheidung einfordern. Gem. § 1666 BGB müssen Familiengerichte bei Gefährdung des Kindeswohls Maßnahmen treffen, wenn diese zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. Gem. § 1666 Abs. 3 Ziff ...

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