Über zwei Klicks zu mehr Datenschutz beim umstrittenen Facebook „Gefällt-mir-Button“

Die Diskussion über die Art und Weise der Einbettung der umstrittenen „Gefällt-mir-Buttons“ geht in die nächste Runde. Die Fragestellung hat sich dabei jedoch verlagert. Es wird nicht mehr danach gefragt, ob die Einbindung datenschutzrechtlich überhaupt relevant ist oder nicht.

Aktuell werden vielmehr neue „technische“ Lösungsmöglichkeiten vorgestellt, die den datenschutzrechtlichen Vorgaben Stand halten sollen – natürlich ohne auf die beliebte „Gefällt-mir-Button“ Funktion zu verzichten.

Heise stellt den Facebook „2-Klick-Button“ vor

Der Heise Verlag hat unter dem Stichwort „2-Klick-Button“ eine neue Möglichkeit entwickelt, um das unkontrollierte Weitergeben von Daten zu unterbinden.

Dabei wird der „Gefällt-Mir-Button“ zunächst lediglich als Grafik auf der Website angezeigt – eine ungefragte Weiterleitung von Daten kann so nicht erfolgen. Erst beim Klick auf die Grafik wird Kontakt zu Facebook hergestellt und die Daten weitergeleitet.

Immerhin bietet sich dem Nutzer so eine Entscheidungsinstanz zusätzlich.

Das Problem der informierten Einwilligung

Tatsächlich kommt diese Lösung den Vorgaben des Datenschutzrechtes näher. Allerdings fordert § 4a BDSG mehr als eine reine Entscheidungsinstanz, sondern die informierte Einwilligung. Der Nutzer muss also datenschutzrechtlich belehrt sein, bevor er sich entscheidet. Welchen Umfang dieser Belehrung haben muss richtet sich dann danach, ob man den Vorgang als bloße Weitervermittlung im Sinne des § 13 Abs. 5 TMG qualifiziert oder als eine eigene Verarbeitung im Sinne des § 13 Abs. 1 und 2 TMG einordnet ...

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