Testamentsauslegung der Klausel „für den Fall des gleichzeitigen Versterbens“

Dieser Problempunkt wird in vielen von Nichtjuristen verfassten Testamenten mit dem Todesfall „sichtbar“. Hierzu gibt es zwei neue Entscheidungen: Das Oberlandesgericht Hamm hat in einer Entscheidung vom 06.01.2011 (Az.: I-15 Wx 484/10) klargestellt, dass bei der Ermittlung des in einem Testament formulierten letzten Willens nicht lediglich auf dessen Wortlaut im engeren Sinne abgestellt werden dürfe. Es müsse vielmehr zunächst über das Testament hinaus aus allen sonstigen zur Verfügung stehenden Erkenntnisquellen der tatsächliche letzte Wille des Erblassers ermittelt werden. Anschließend sei zu prüfen, ob der tatsächliche Wille des Erblassers in dem Testament zumindest hinreichend angedeutet worden ist ...

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