Guter Niedriglohnsektor, böse Mindestlöhne! Ein letzter Versuch…?

Bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) handelt es sich um eine Art think tank der Arbeitgeber aus Metall- und Elektroindustrie. In deren Auftrag erstellte das als sehr arbeitgeberfreundlich bekannte Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ein Gutachten über den Niedriglohnsektor in Deutschland. Dies wurde jetzt veröffentlicht: “Sprungbrett Niedriglohn: Jedes Jahr steigt ein Viertel auf”

Das IW-Institut kommt zu dem Ergebnis, dass der Niedriglohnsektor besser als sein Ruf sei. Schließlich würden 24 Prozent der Geringverdiener jährlich in den Normalverdienerbereich aufsteigen und nur fünf aus diesem wieder absteigen. “Niedriglöhne seien Einstiegslöhne”, so die Studie. Und INSM-Geschäftsführer Pellengahr meint: “Jeder Job ist besser als gar keiner.” Na klar, mit dieser Logik ließe sich theoretisch auch noch Sklavenarbeit legitimieren!! Richtig heißen müsste es: Es ist besser eine Arbeit zu haben, als keine Arbeit. Da kämen wir zusammen. Aber doch nicht Arbeit um jeden Preis!

Die Gewerkschaften verreißen die Studie, so Spiegel Online: IG-Metall Vize-Chef Detlef Wetzel kritisiert eine “Verharmlosungsstrategie”. Denn wenn nur 25 Prozent der Geringverdiener den Aufstieg in den Normalverdienerstatus schaffen und sich fünf Prozent wieder verschlechterten, dann bedeute dies gleichzeitig, dass 70 Prozent weiter bei Stundenlöhnen von 7,50 Euro und darunter verharrten ...

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