Der vergessene Scheidungsantrag

Die Beteiligten hatten im September 1992 geheiratet. Am 28.02.2000 wurde ihr Scheidungsantrag vom 25.01.2000 dem Ehemann zugestellt.

Am 7. Mai 2000 beantragte sie durch ihren Anwalt, das Verfahren ruhen zu lassen.

Dann geschah 10 Jahre nichts.

Erst am 25.02.2010 stellte er einen eigenen Scheidungsantrag, der ihr am 01.03.2010 zugestellt wurde.

Am 30.03 2011 schied das Familiengericht die Ehe und entschied über den Versorgungsausgleich auf der Basis einer Ehezeit vom 01.09.1992 bis 31.01.2000.

Ihre dagegen gerichtete Beschwerde war erfolglos.

Das Ende der Ehezeit i.S. des § 3 VersAusglG wird nach ständiger Rechtsprechung des BGH durch den Eintritt der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags bestimmt, der den zur Scheidung führenden Rechtsstreit ausgelöst hat. Das ist regelmäßig der älteste noch rechtshängige Antrag, auch wenn es zur Aussetzung oder zum tatsächlichen Stillstand dieses Scheidungsverfahrens gekommen war BGH NJW-RR 2006, 289) ...

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