BGH: Lieber zu viele Schlüssel angeben als zu wenig

Wird ein Kraftfahrzeug gestohlen, zahlt die Kaskoversicherung. Bevor das Geld fließt, gibt es allerdings manchmal Probleme, mit denen der Versicherungsnehmer nicht rechnet. So muß er der Versicherung nicht nur darlegen und am besten noch beweisen, wo und wann er das Fahrzeug abgestellt und wann er es nicht mehr aufgefunden hat, sondern er muss auch Fragen zum Kilometerstand und zur “Schlüsselgeschichte” des Fahrzeugs beantworten. Die Angabe des Kilometerstands dient der Feststellung des Wertes des Fahrzeugs und damit oft der Höhe der Versicherungsleistung. Wer hier 20.000 Kilometer “vergißt” kommt verständlicherweise rasch in den Verdacht, zu tricksen. Die Versicherung legt aber genausoviel Wert darauf, daß alle Angaben zu den Fahrzeugschlüsseln zutreffen. Warum?

Die Versicherung möchte wissen, - wie viele Schlüssel der Hersteller ausgeliefert hat, - wie viele Schlüssel noch vorhanden sind, - warum Schlüssel fehlen, - ob sich an den Schlüsseln nachweisen lässt, daß Schlüsselkopien gefertigt worden sind.

Verdacht erregt es dabei, wenn Schlüssel nicht vorgelegt werden können. Dann argwöhnt die Versicherung schnell, daß das Fahrzeug samt Schlüssel über die Grenze geschafft wurde und der Diebstahl nur vorgeschoben ist ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK