BAG: Parkplatzsuche kann den Job kosten

Gut Ding will manchmal Weile haben, bis Arbeitnehmer auf dem betriebseigenen Firmenparkplatz eine Stellfläche für ihr Auto finden. Dennoch gehört die Parkplatzsuche nicht zur Arbeitszeit, stellte das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt in einem am Mittwoch, 31.08.2011, veröffentlichten Urteil klar (AZ: 2 AZR 381/10). Tragen Beschäftigte vorsätzlich die Parkplatzsuche als Arbeitszeit ein, stelle dies einen gravierenden Vertrauensbruch dar, der eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann, so der 2. Senat in seiner Entscheidung vom 09.06.2011.

Im konkreten Fall hatte eine Verwaltungsangestellte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen erfolglos gegen ihre fristlose Kündigung geklagt. Entsprechend einer Dienstvereinbarung sollte sie Beginn und Ende ihrer Arbeitszeiten an ihrem Arbeitsplatz-Computer eintragen.

Als der Arbeitgeber feststellte, dass die Frau im Mai und Juni 2008 an sieben Tagen ihre Arbeitszeit „geschönt“ hatte, kündigt er ihr aus wichtigem Grund. Sie habe Arbeitszeitbetrug begangen und an den strittigen Tagen jeweils mindestens 13 Minuten zu viel aufgeschrieben ...

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