“Gefällt mir” Button ist gefährlich.

Martin Wagner, Rechtsanwalt und Master of Laws (LL.M.) für Gewerblichen Rechtsschutz

Immer häufiger verwenden auch Unternehmen den so genannten Facebook – “Gefällt mir” Button auf ihrer Homepage. Bei diesem inzwischen bekannten “Daumen-hoch” Knopf handelt es sich um ein von Facebook zur Verfügung gestelltes “Social Plugin”, mit dem der Nutzer einer Webseite mit einem einfachen Mausklick das Statement abgeben kann, dass ihm die besuchte Webseite gefällt. Ist der Nutzer der Webseite im Moment des Klicks auch mit seinem Usernamen bei Facebook eingeloggt, erscheint auf der Facebook Profilseite des Nutzers automatisch ein Link zur besuchten Webseite mit einem entsprechenden “Gefällt mir” Kommentar.

Um diese Funktion auf der eigenen Homepage anbieten zu können, ist die Installation eines iFrames erforderlich. Dazu wird in den Quellcode der Homepage ein direkter Link zu Facebook gesetzt, über den dann im Moment des Klicks Daten des Nutzers direkt an Facebook übertragen werden.

Die Übertragung dieser Daten ist aus datenschutzrechtlicher Sicht als höchst problematisch einzustufen und dürfte, zumindest nach inzwischen wohl gängiger Meinung, eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Datenschutzgesetzes darstellen. Denn gemäß § 15 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) dürfen personenbezogene Daten eines Nutzers nur dann erhoben werden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen. In jedem Fall macht der Einsatz des “Gefällt mir” Buttons eine entsprechende Datenschutzerklärung im Sinne des § 13 TMG erforderlich, die dem Nutzer aufzeigt, in welchem Umfang seine Daten an Facebook übertragen bzw ...

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