Energiewende: Deutschland fällt zurück ins Mittelalter!

© Stefan Scherer

Das jedenfalls befürchtet wohl EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU), wenn er den deutschen Ausbau der Ökoenergien vorbildlich nennt, gleichzeitig aber vor einer „schleichenden Deindustrialisierung“ Deutschlands warnt.

Nun ist Herr Oettinger ja in der Vergangenheit eher durch sein skurriles Englisch als durch herausragende Leistungen in seiner politischen Aufgabe aufgefallen, und seine Partei ist auch nicht gerade die Krone der Innovation, so weit es die Energiepolitik betrifft. Da war ja zunächst der Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie (schon damals gegen den allgemeinen gesellschaftlichen Konsens in Deutschland durch die Parlamente gepeitscht und mit Milliardensubventionen für die Atomlobby bedacht) – und dann der Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg, ausgelöst durch die Atomkatastrophe in Fukushima, die selbst einer Naturwissenschaftlerin wie Angela Merkel die wohl atomtechnisch schwer verquollenen Augen öffnete. Muss denn wirklich erst das Nachbarkind kräftig auf die Herdplatte gefasst haben, bis „unser Mädchen“ Angie merkt, was die Stunde geschlagen hat? Und falls Fukushima nicht reicht, empfehle ich, den nächsten Urlaub in Deutschland zu verbringen: Zielvorschläge wären die Asse und Gorleben, dort bekommt man ziemlich schnell ein strahlendes Lächeln…

Apropos Fukushima: wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Atomenergie das „Potential“ hat, ganze (Industrie-)Nationen in, jedenfalls aber an den Rande des Abgrunds zu befördern, dann war es wohl diese Katastrophe; die japanische Wirtschaft, Gesellschaft und Volksgesundheit ist massiv getroffen, die Folgen unübersehbar, der Reaktor vor Ort weiterhin unkontrolliert – auch wenn er aus unseren Schlagzeilen verdrängt wurde durch islamischen Frühling, Kachelmann und Almserien ...

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