Rotzfrech: Kündigungsgrund auf Facebook geliefert – „Erst zum Arzt, dann Koffer packen für Malle!“

Da sage noch einmal einer, Facebook und Arbeitsrecht, das habe keine Berührungspunkte.

Hatten wir doch schon bei Daimler gemerkt. Auch im klassischen Netz sollte man aufpassen: Neulich plauschte ich mit einer Personalchefin, die mir verriet, sie habe Google-Alerts für alle Mitarbeiter gesetzt, an deren Netzaktivitäten sie interessiert sei. Also aufgepasst…noch schneller geht man bei Facebook, also im privaten, monopolisierten und überwachten Internet in die Falle.

So wie die Friseurauszubildende in unserer Geschichte (hier berichtet im Portal “Der Westen”, also wieder nicht der Osten…). Ärger mit dem Chef (haben ja viele), später meint sie, das sei Mobbing gewesen. Aber vorher hat sie nochmal richtig eingeschenkt. Auf Facebook gepostet, sie packe jetzt die Koffer und ab nach Mallorca in den Urlaub, vorher aber noch mal zum Arzt – zwecks Krankschreibung. Die hat sie ihrem Ausbildungsbetrieb auch vorgelegt. Dumm, dass sie sich dann auch noch ein Tattoo auf Mallorca stechen ließ, noch dümmer, dass sie ihre Urlaubsfotos und -kommentare postete, am dümmsten, dass sie die ganze Zeit dabei von ihrem Ausbilder verfolgt wurde. Legal, versteht sich.

Gäbe es keine Schriftform für die Kündigung, hätte der das Tattoo sicher kommentiert mit „sehr sexy, echt cool, und hiermit bist Du gekündigt, fristlos…!“

Es fällt einem eine Menge ein zu so einem Sachverhalt ...

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