OLG Koblenz: Eine Scheidung berührt die Bezugsberechtigung in einem Lebensversicherungsvertrag nicht.

Er hatte Sie, seine Ehefrau, in seinem Lebensversicherungsvertrag als Bezugsberechtigte eingesetzt. Irgendwann ließ er sich scheiden, heiratete erneut und versäumte, die Bezugsberechtigung den aktuellen Lebensverhältnissen anzupassen. Als er starb, zahlte die Die Lebensversicherung an die Ex aus - zu Recht, wie das OLG Koblenz in einem Hinweisbeschluss feststellt. Im Verfahren 10 U 973 /10 stellte das OLG fest, es bleibe bei der urspünglichen Bezugsgerechtigung. Die klagende zweite Ehefrau habe gegen die erste Ehefrau keine Ansprüche. Aus den Gründen: "Zutreffend hat dasLandgericht in der angefochtenen Entscheidung darauf hingewiesen, dass derBundesgerichtshof die Bezugsberechtigung der früheren Ehefrau desVersicherungsnehmers nicht als durch die spätere Ehescheidung erloschenansieht. Die gegen diese Entscheidung des Bundesgerichtshofs (NJW-RR 2007, 976)mit der Berufung geltend gemachten Gründe vermögen nicht zu überzeugen. Die Klägerin weistinsoweit darauf hin, es sei lebensfremd, anzunehmen, dass ein geschiedenerEhemann seiner geschiedenen Ehefrau Leistungen aus einem Lebensversicherungsvertrag„regelmäßig“ zukommen lassen wolle; regelmäßig sei eher das Gegenteil der Fallund der Versicherungsnehmer wolle die Ansprüche aus einer Lebensversicherungseiner Partnerin zukommen lassen, mit der er aktuell verheiratet sei ...Zum vollständigen Artikel


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