Kampf um neuen Betriebsrat im Lübecker Hafen

Wenn Beschäftigte in einem bislang betriebsratslosen Unternehmen einen neuen Betriebsrat gründen wollen, dann geht dies in vielen Fällen reibungslos über die Bühne. Denn: Gerade die Arbeitgeber sind, mal ganz pauschal gesagt, zum einen informiert genug, um zu wissen, dass sie nur wenig dagegen unternehmen können. Zum anderen sind sie auch schlau genug, um die Vorteile zu sehen, die eine vernünftige Vertretung der Belegschaft an sich, vor allem aber, die eine konstruktive Zusammenarbeit mit dieser Vertretung mit sich bringen kann!

Ausnahmen bestätigen leider die Regel! Schon fast vorsintflutlich mutet es an, über was die Lübecker Nachrichten neulich berichteten: Da gibt es einen kleinen Betrieb am Lübecker Nordlandkai mit rund 30 Mitarbeitern. Es handelt sich um die Niederlassung eines Unternehmens, welches im Lübecker Hafengebiet im Auftrag von Speditionen große Papierrollen auf Schwerlaster verlädt. Laut Aussage eines dort beschäftigten Mitarbeiters werden die Sicherheitsbestimmungen eklatant verletzt: Ungelernte Hilfsarbeiter würden regelmäßig gefährliche Arbeiten vornehmen und das teilweise ohne Sicherheitskleidung. Die Zustände seien schlecht, die Bezahlung sowieso!

Drei Beschäftigte wollen an dieser Situation etwas ändern, die Gründung eines Betriebsrats erschien ihnen dabei zurecht als das beste Mittel. Im Betrieb veröffentlichen sie eine Bekanntmachung: “Es besteht in unserem Unternehmen bislang noch kein Betriebsrat, der die Interessen der Belegschaft vertreten könnte”, so heißt es darin. Nur zwei Tage später erhielten alle drei ihre schriftliche Kündigung! Zwei davon wurden nicht einmal begründet ...

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