OLG Koblenz: Auch ein Kind, das seine Ausbildung für 4 Jahre unterbricht, hat noch Anspruch auf Unterhalt

Seit langem ist unsteitig, dass kurzzeitige Ausbildungsunterbrechungen nicht dazu führen, dass das Recht des Kindes auf Ausbildungsunterhalt erlischt. Wird die Ausbildung alsbald fortgesetzt, muss auch der Unterhalt weiter gezahlt werden. Das OLG Koblenz hat nun entschieden, dass eine Fortzahlung des Unterhalts auch noch bei einer Unterbrechung der Ausbildung von 4 Jahren infrage kommt. Seinem Urteil vom 06.04.2011, Az.: 13 AF 88/11 lag der folgende Sachverhalt zugrunde: Die Unterhaltsberechtigte besuchte von Juli 1999 bis Juli 2004 die Hauptschule.Hiernach hat sie im August 2004 ein Freiwilliges Soziales Jahr begonnen, vonOktober 2004 bis Februar 2005 ein Praktikum in einem Kindergarten absolviertund in dem Zeitraum von März 2005 bis Oktober 2005 an einemberufsvorbereitenden Lehrgang der Deutschen Angestellten Akademie teilgenommen.Im Anschluss daran war sie sodann bis Juli 2008 als Zimmermädchen in einemHotel tätig. In der Zeit von August 2008 bis Juli 2009 holte sie ihren Realschulabschluss nach undbegann mit der Ausbildung zur Sozialhelferin am Berufskolleg. DieAusbildung wird - das Bestehen der Abschlussprüfung vorausgesetzt - im Juli2011 beendet sein. Das OLG kam aufgrund der nachfolgenden Erwägungen noch zu einer Zahlungsverpflichtung: "DerAntragsgegner (wird) jedoch nur für den Unterhaltszeitraum ab Januar 2010, also für einenZeitraum von voraussichtlich nur 1 1/2 Jahren auf Zahlung von Unterhalt inAnspruch genommen ...Zum vollständigen Artikel


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