Österreich auf dem Weg zur „Zwei – Klassen –Justiz“

Durch das Ende des „Tierschützerprozesses“ rückte die Frage, ob es akzeptabel ist, dass der Unschuldige zwar am Ende eines Verfahren freigesprochen wird, aber wirtschaftlich ruiniert wurde in den Fokus der Öffentlichkeit.

Doch nicht nur in aufsehen erregenden Strafverfahren erweist sich die Justiz als kostenintensive Angelegenheit, sondern auch in alltäglichen Zivilverfahren hat der viel zitierte „rechtsuchende Bürger“ mit massiven Kosten zu rechnen. Alleine das Einbringen einer Klage über Euro 400,– kostet Euro 55,– an Gerichtsgebühr, ohne dass für diese eine Gegenleistung erbracht wird. Die Gerichtsgebühr steigt mit der Höhe des eingeklagten Anspruches und liegt etwa bei einer Streitigkeit um Euro 50.000,– schon bei Euro 1.258,–.

Doch mit der Gebühr alleine ist es nicht getan, so hat die Justiz die Dolmetscherdienste vor Gericht monopolisiert. So muss man beispielsweise in einem Verfahren vor dem Sozialgericht – wo die Mehrzahl der Kläger dem untersten Einkommensbereich angehört – jedenfalls Euro 159,– für den Justizdolmetscher bezahlen ...

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